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Beliebt ist mein Beruf keinesfalls - wer hat es schon gerne mit Finanzbeamten zu tun?

Schon in der Bibel ist der Personenkreis erwähnt, der dafür sorgte, dass "Papa Staat" seine Aufgaben wahrnehmen konnte. Angeblich sind Steuereinnehmer der zweitälteste Berufsstand der Welt. Die "Zöllner" von einst nahmen Gelder von ihren Mitmenschen ein, zum Teil mehr oder weniger nach eigenem Gutdünken, ohne genaue Rechtsgrundlagen. Die wohl erste "Vermögensteuerhauptveranlagung" der Weltgeschichte fand um Christi Geburt statt - "ein jeglicher zog in seine Stadt, dass er sich schätzen ließe..." (Lukas 2,3). Seit 1996 ist die Vermögensteuer in Deutschland passé. In der Comicserie "Hägar der Schreckliche" ist hin und wieder der königliche Steuereintreiber zu sehen, bisweilen unterstützt von finster gekleideten Assistenten. Die flößen selbst dem Titelhelden gehörig Respekt ein. 

Innerhalb unseres Berufsstandes gehören Betriebsprüfer zu den weniger "geschätzten" Zeitgenossen - mal ehrlich: jeder sieht sie lieber von hinten als von vorne... Mit dieser Tatsache zu leben haben aber weder meine Kolleginnen und Kollegen noch ich ein Problem.

Was spricht eigentlich dagegen, nach Feierabend anstelle des Einkommensteuergesetzes das Ohmsche Gesetz anzuwenden?

Das bin ich an meinem Arbeitsplatz...

Das Bild zeigt mich an meinem Arbeitsplatz...



in mein Refugium, das Funkamateure liebevoll "Shack" nennen!

Mit einer Hütte oder einer Bretterbude, so die wörtliche Übersetzung aus dem Englischen, hat dies nichts zu tun. Hier gibt es auch nichts Geheimnisvolles. Nur: die Sender dürfen von Personen in Betrieb genommen werden, die zuvor eine schriftliche Prüfung bei der Bundesnetzagentur erfolgreich abgelegt haben. Dazu lesen Sie hier mehr.


Hier wird gelötet...
Hier wird gelötet, repariert...
Oben in der Mitte links stehen zwei Geräte aus Eigenprodution:
Ein Doppelnetzteil, schon viele Jahre alt (aus meiner "Anfangszeit" als Funkamateur) und ein Trenntrafo. Funkamateure dürfen als einziger Personenkreis ihre Funkgeräte gemäß "Gesetz über den Amateurfunk" selbst bauen und warten.
und hier gefunkt...
In der oberen Reihe stehen ein UKW- und ein UHF-Funkgerät. Darunter sehen Sie einen Weltempfänger und ein Kurzwellenfunkgerät.
Alle Geräte sind schon etwas "betagt", sind aber noch voll funktionstüchtig. Zwischen den beiden oberen Geräten findet sich ein kräftiges 12-Volt-Netzteil von der Stange (der Selbstbau wäre damals teurer gewesen!).
dies gehört auch zum Hobby...
Das Oszilloskop ist ein Liebhaberstück. Es ist ein Hewlett-Packard USM 140; der Gerätetyp wurde bei der US-amerikanischen Marine eingesetzt. Von entsprechend hoher Qualität sind die "Innereien", die heute noch bewundernswert sind. Stand der Technik wäre heute allerdings ein Vorsatz zum PC, aber so etwas muss man schließlich auch mögen. Darunter steht ein 12-Volt-Netzteil aus Eigenproduktion.
Über dem Telefon sehen Sie das, was zu einer elektronischen Morsetaste gehört (und, zwar verpönt, aber manchmal nützlich: ein Decodierer für Telegrafie). Daneben steht eine so genannte Squeeze-Taste. Derartige Tasten besetzen zwei senkrecht gelagerte Hebel, die mit Daumen und Zeigefinger betätigt werden. Die Morsezeichen werden mithilfe der integrierten Schaltung 8044ABM von CURTIS erzeugt.
Darunter ein kommerzielles Gerät zum Bestimmen von Kondensatoren, Induktivitäten und Widerständen. Es wurde vor der Wende in Polen produziert und ist heute noch bei eBay oder Flohmärkten erhältlich. Die Genauigkeit ist für Amateurzwecke mehr als ausreichend.
Der "Stationsmonitor" vorne rechts muss noch fertig gestellt werden - altbewährte Technik in neuem Gewand! Er enthält ein Leistungs- und Stehwellenmessgerät mit direkter Anzeige (vor- und rücklaufendes Signal zur Antenne werden hierbei einem Multiplikator zugeführt) sowie eine 7-cm-Oszillografenröhre zur Beurteilung der Qualität des ausgesendeten Signals.
Der Autor bei Lötarbeiten...
Hier hat mich meine kleine Tochter Annabelle bei Lötarbeiten fotografiert. Es entsteht die Abstimmung für eine magnetische Antenne.

Selbstverständlich gehören in einen Shack PCs (mindestens einer!) und einige andere Mess- und Prüfgeräte wie beispielsweise Spannungsmesser mit hochohmigem Eingang oder ein Funktionsgenerator. Bilder hiervon kann ich mir wohl ersparen...

Der beratungsresistente Dittelbrunner Gemeinderat kann sich mit meinem Hobby allerdings nicht abfinden... Es ist wohl einfacher einen Pudding an die Wand zu nageln als technische Laien, die sich von einem (verhaltensauffälligen ehemaligen "sachverständigen") Gemeinderatsmitglied haben "aufklären" lassen, von der Harmlosigkeit einer Amateurfunkanlage zu überzeugen. Wohin die Lufthoheit selbst ernannter Experten führt, können wir tagtäglich in der Politik nachvollziehen... 

 
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